Schimmel in den eigenen vier Wänden kann zu allerlei Gesundheitsproblemen führen, wenn man ihn unbeaufsichtigt wachsen lässt.
Gerade lesen andere
Schimmel in den eigenen vier Wänden kann zu allerlei Gesundheitsproblemen führen, wenn man ihn unbeaufsichtigt wachsen lässt. Eine einzige, leicht umsetzbare Gewohnheit kann schon viel bewirken: Sie reguliert die Luftfeuchtigkeit und verhindert, dass sich Schimmelsporen festsetzen.
Warum Schimmel im Winter zunimmt
In der kalten Jahreszeit schließen wir verständlicherweise die Fenster, um Heizkosten zu sparen. Gleichzeitig erzeugen alltägliche Tätigkeiten wie Duschen, Kochen oder einfaches Atmen zusätzliche Feuchtigkeit. Ohne ausreichende Frischluftzufuhr kondensiert diese Feuchte an kalten Oberflächen – vor allem an Fenstern – und schafft ideale Bedingungen für Schimmel.
Unbehandelter Schimmel kann Tapeten, Putz und Möbel dauerhaft schädigen. Außerdem löst er Allergien aus und belastet die Atemwege.
Die eine wichtige Gewohnheit: 20 Minuten heizen
Experten von MeandMyGlass.co.uk empfehlen folgende einfache Morgenroutine:
Lesen Sie auch
- Fenster für wenige Minuten kippen oder öffnen, um feuchte Luft abzuführen
- Anschließend die Heizung für etwa 20 Minuten aufdrehen
Zuerst das Fenster öffnen sorgt dafür, dass feuchte, abgestandene Luft ins Freie gelangt. Danach heizen trocknet den Raum und die Fensteroberflächen, so dass neue Kondensation verhindert wird.
Warum Kondenswasser an Fenstern problematisch ist
Im Winter ist die Außenseite des Fensterglases in der Regel deutlich kälter als die Raumluft. Wenn warme, feuchte Luft auf das kalte Glas trifft, schlägt sie sich als Wasser nieder und bildet Kondenswasser. Dieses tropft in die Fensterlaibung und bietet Schimmelsporen eine feuchte Nährschicht.
Glasfachmann John Cutts beobachtet häufig, dass morgens nasse Fensterbänke vorgefunden werden. Diese Feuchtigkeit mag harmlos wirken, ist jedoch genau der Nährboden, den Schimmel braucht.
Weitere Maßnahmen gegen Kondensation
- Kondenswasser sofort mit einem Tuch oder Papiertuch abwischen
- Fugen und Ritzen rund um Fenster abdichten, um Kaltlufteinfall zu stoppen
- Feuchtigkeitsbindende Zimmerpflanzen wie Orchideen einsetzen
- Abluftventilatoren in Bad und Küche während und nach der Nutzung laufen lassen
Gesundheitsrisiken und besonders gefährdete Gruppen
Schimmel kann das Immunsystem schwächen, Atemwegserkrankungen und Asthma verschlimmern und allergische Reaktionen auslösen. Besonders anfällig sind:
- Säuglinge und Kleinkinder
- Ältere Menschen
- Personen mit chronischen Lungenleiden oder Neurodermitis
- Menschen mit geschwächtem Immunsystem
Mit dieser zweistufigen Morgenroutine – kurz lüften, dann heizen – sorgen Sie für ein trockeneres, gesünderes Raumklima und verringern das Risiko von Schimmelschäden an Wohnung und Gesundheit.